Esthers Freiwilligendienst

Auf und davon - Costa Rica

17August
2013

Vielen Dank für Spenden

Im Namen der Kinder im Pueblito möchte ich in diesem Blogeintrag meinen Dank aussprechen für die eingegangenen Geldspenden für mein Projekt.

Vielen lieben Dank Claus, für deinen Einsatz.
Das von dir gespendete Geld wurde für die Renovierung einer sogenannten "Escuelita" eingesetzt - eine kleine "Schule", in der die Kinder Hausaufgaben machen können oder Nachhilfe bekommen.
Es wurden gemütliche Sitzkissen gekauft, eine Bodenunterlage auf der die Kinder spielen können ohne einen kalten Popo zu bekommen, Spiele und Lehrbücher.

 

Außerdem vielen Dank Frau I. Demattio.
Ihre Spende wurde in Bewegungsspiele umgesetzt:

 

25Juni
2013

2. Trip : Die Schönheit der Natur

Am 16. Mai war es endlich so weit: Meine liebe Mama und ihr Freund kamen mich nach einem dreiviertel Jahr endlich besuchen.
Wir hatten einen wunderschönen gemeinsamen Urlaub mit unglaublich vielen eindrucksvollen (Natur-)Erlebnissen.

Vom Flughafen Alajuela ging es erstmal in einem klapprigen Bus in die Haupstadt San José. Dort kosteten wir die exotische, Litchi-ähnliche Frucht namens Guaba.
Dann ging es weiter nach Cartago.

Unser erstes Reiseziel war "Los Chiles." Dies ist ein kleines Fischerdorf an dem Río Frío - ein wahres Tierparadies.



Auf unserer vierstündigen Bootstour mit sympathischem Führer sahen wir wunderschöne (Fluss-)Tiere:

  

 Von "Los Chiles" aus, ging es mit dem Boot weiter zur Grenze nach Nicaragua, zum Río San Juan.
Nach den Grenzformalitäten traten wir in das dreckige und wenig einladende "San Carlos". Wir hatten Glück, da wir gerade noch rechtzeitig ein Schnellboot in das kleine Dörfchen "El Castillo" bekamen. So rasten wir mit höchstgeschwindigkeit über den Río San Juan:

Wir waren entzückt von dem süßen, kleinen Dörfchen "El Castillo". Die Kultur war trotz nähe zu Costa Rica sogleich eine völlig Andere. Die Menschen sahen anders aus, man spürte sofort dass das Land weniger reich ist und auch unter viel geringerem USA-Einfluss steht.



Nach Los Chiles ging es zur sogenannten "Sabalos-Lodge". Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte: Einfache Holzkabinen mit Terrasse und Hängematten direkt am Wasser. In der Nacht erwachte ich an einem ohrenbetäubendem Knall. Leider weiß ich bis heute nicht, was das gewesen sein mag. Doch der Schreck war groß. Man hörte durch die dünnen Holzwände allerlei Tiergeräusche. Ein bisschen gruselig, doch einzigartig. =)

Von "Los Chiles" aus, machten wir eine sehr interessante "Cacao-Tour", bei der wir den Prozess - von der Frucht bis zur (selbstgemachten) Schokolade - mit eigenen Augen kennen lernen durften. Auf dem Rückweg in dem kleinen Motorboot sahen wir noch ein süßes Faultier mit Baby =).

 
Von "Los Chiles" aus, ging es weiter nach Arenal, wo wir richtig viel Glück hatten und wir eine unglaublich gute Sicht auf den Vulkan hatten:

  

Und auch hier enfaltete sich Costa Ricas einzigartige Natur in vollem Ausmaß:

Blue-jeans-frog: 

Tucan:

Nach Arenal ging es weiter nach Monteverde - typisch hier:

Kolibris

 

Nach Monteverde nahmen wir noch die lange Busfahrt an den wunderschönen Strand in uvita auf uns:

Wo wir von dem typisch tropischen Regenguss überrascht wurden:

 

Und in null-komma-nichts, war unser gemeinsamer zwei-wöchiger Urlaub auch schon rum...  

18Juni
2013

Kaum zu glauben..

...nur noch 60 Tage bis zum Abflug! =O

18Juni
2013

Nationalmonument Guayabo - eine Dokumentation

Am Samstag machten mein hochverehrter Arbeitskollege Christopher S. und ich uns auf den Weg zu dem weltberühmten und einzigen Nationalmonuments Costa Ricas im Nationalpark Guayabo. Nach monatelanger Kopfarbeit im Pueblito in welcher sich stets wirklich komplizierte Fragen auf tun wie zum Beispiel: Male ich diese Eule nun blau oder rot an, nehme ich für dieses Mobile nun den grünen oder den gelben Faden, geht es schneller das Lampenstück mit der kleinen, spitzen Schere oder mit der großen Stumpfen auszuschneiden, drucke ich für dieses Badezimmerschild nun eine Vorlage aus oder schaffe ich das auch per Hand, .. hatten wir das Bedürfnis, mal unseren Kopf mit etwas leichterer Bildung, nämlich der der Archäologie, zu konfrontieren.
Somit machten wir uns auf den langen, 3-stündigen Weg, zu dem äußerst großen Nationalpark, der ungefähr 60 Km von Cartago entfernt ist. Wir fuhren um 9.30h los um dann um 12.30h am Nationalpark zu sein und neben der anstehenden geschichtlichen Herausforderung noch 4 Stunden wandern zu können, um schließlich dann wieder mit dem Bus zurück zu fahren - das war der Plan.
Der erste Bus fuhr nach Turrialba, dort stiegen wir um und tuckerten dann alle 10-meter-anhaltend, über eine mehr schlecht als rechte Straße. Das Frühstück in unseren Bäuchen hatte Freude daran, endlich mal wieder Seil hüpfen zu dürfen.
(Wer in diesem Artikel die Ironie verstanden hat, darf sich jetzt einmal fest auf die Schulter klopfen ;) )

Endlich angekommen, wurde tatsächlich (Weltwunder!) mein Wisch akzeptiert, der bezeugen soll, dass sich mein Visum noch im Prozess (sind ja erst 10 Monate vergangen) befindet und ich hier wohne und wir mussten nur den Tico-Preis zahlen! = )
Dann wurde uns eine Karte des Nationalparks gezeigt. Zu unserer Überraschung gab es genau zwei Pfade. Nach kurzer Zeit kamen wir zu einem Stein, in welchen ein Viech (sollte anscheinend ein Löwe sein) eingeritzt war. Kurze Zeit später kamen wir an einen Aussichtspunkt, von dem aus man so grüne, runde Wiesenstücke und ein paar Steingräben sehen konnte. Wir liefen weiter und ich frage Chris warum er denn immer stehen bleibt, ich möchte doch jetzt endlich mal das eigentliche Nationalmonument sehen. Ich hatte die Vorstellung von großen Steinbauten oder sowas.. Schließlich sollte sich hier das erste große und gut erhaltene Indianerreservat erhalten haben.. doch zu  meiner Überraschung, versicherte mir Chris, dass das nun alles war. :D
Aus unserer vier stündigen Wanderung wurde dann eher ein zwei stündiges Geschlendere durch den wunderschönen Wald mit Fluss. 
Auch wenn das Monument wirklich sehr klein war, war der Tag gelungen. Das Beeindruckendste war irgendwie, dass auf dem Platz so etwas wie ein tiefer Frieden lag. Alles war ruhig und man hörte nur das Rauschen des Flusses und Vogelgeflatter. 

Dokumentation des Nationalmonuments - Christopher S. in der Hauptrolle:

 

Kurzer Kommentar zu der 4-5 kilometerlangen, "erhaltenen" Indianerstraße:


27April
2013

Pueblito-Update

In meinem vierwöchigen Urlaub hatte ich mir viele Gedanken zu meiner Arbeit im Pueblito gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, noch "ein eigenes" Projekt anzufangen, das etwas langfristig im Pueblito verändern wird und auch die kommenden Freiwilligen fortführen können, damit diese nicht so ins kalte Wasser geworfen werden, wie wir am Anfang.
Der ursprüngliche Plan, eine Hausaufgabenbetreuung zu starten, konnten wir auch über den Haufen werfen, da unsere "Escuelita", das kleine Häuschen mit Stühlen und Tafel, von der neuen Sportlehrerin eingenommen wurde und uns nicht mehr länger zur Verfügung stand.

Meine Idee und die "langfristige" Veränderung war es, aus den tristen, kalten und ungemütlichen Häusern, ein gemütliches zu Hause für unsere kleinen Lieblinge zu zaubern, ein zu Hause, in dem man sich richtig wohl fühlen kann.

Meine Meinung dazu ist, dass eines der wichtigsten Dinge im Leben (wenn auch nicht bewusst, doch auf jeden Fall im Unterbewusstsein) das Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden ist. Um gut lernen zu können, um sich konzentrieren zu können und um Lust zu haben, Hausaufgaben zu machen, gehört eine beruhigende und schöne Atmosphäre dazu. Wenn wir nun im Moment auf Grund von Zeitmangel und das Fehlen der Escuelita schon keine Hausaufgabenbetreuung anbieten können, könnten wir ja immerhin die fehlende Arbeitsatmosphäre herstellen, so der Gedanke.

Natürlich war ich mir von Anfang an über viele Hürden bewusst. Die größte Hürde, würde natürlich das fehlende Material sein.
Zunächst suchte ich den Kontakt zu der Wohltätigkeitsorganisation Nueva Acropolis und hoffte auf Hilfe, die ich auch tatsächlich sehr schnell bekam.
Mein ehemaliger Philosophielehrer David erklärte sich sofort dazu bereit, über bestehende Kontakte Farbe zum Wändestreichen zu erfragen. Außerdem bot er uns auch Hilfe bei Rennovierungsarbeiten an.
An einem Freitag kam er uns sogar im Projekt besuchen und sprach mit meiner Cheffin. Er erklärte uns, dass er Kontakte zu einem Bauhaus habe und wir alles, was wir benötigen auf eine Liste schreiben könnten. (Von Farbe, über Möbel, bis zu Dekoartikeln)
Sehr froh über den ersten kleinen Schritt zum Erfolg verließ ich an diesem Tag das Pueblito.

Nun überlegte ich natürlich weiter. Wie oder was benötigen wir oder können wir herstellen, um die Häuser schöner zu machen. Mit der Farbe für den Innenanstrich, wollten wir die Zimmer der Kinder, in welchen die Farbe schon abbröckelt, Namen und Hyroglyphen in die Wand geritzt sind, ... neu streichen, doch zumindest verzieren, falls die Farbe nicht für alle Zimmer reiche. (Außerdem war uns natürlich bewusst, dass wir in unseren restlichen vier Monaten nicht alle 16 Häuser renoviert bekommen, doch wir wollten immerhin schonmal einen Anfang machen.)
Also setzte ich mich vor mein Netbook und suchte im Internet nach einfach herstellbaren Dekoartikeln, bei welchen wenig oder einfaches Material gebraucht wird.

Doch da kam etwas dazwischen: Unsere Hilfe wurde gebraucht. Wir würden eine neue Escuelita bekommen, welche jedoch noch gestrichen werden müsse. Natürlich erklärten wir uns auf die Bitte hin dazu bereit, die neue Escuelita zu streichen. Dauert ja nur ein Tag, dachten wir..
Also kamen wir am nächsten Tag mit den ältesten Kleidern, die wir in unserem kargen Kleiderschrank fanden, damit wir nicht beliebte Kleidung mit Farbe verschmutzen. Cornelia (weitere Freiwillige) und ich fanden jedoch nur eine kurze Hose im Schrank, machten uns darüber jedoch keine Gedanken.
Im Pueblito angekommen, zogen wir unsere lange Hose aus und die alten Sachen an und begaben uns in die Escuelita, im Glauben, die Wände streichen zu können.
Doch pappelapapp. Don Rodrigo empfing uns mit einem Haufen Schmiergelpapier. Grobkörniges, Feinkörniges, montiert auf Holz... Unsere Aufgabe war es nun, alle Wände plus die zwei kleinen Räume (Klo und Abstellkammer) mit dem Schmiergelpapier von der weißen Farbe zu entfernen, bessergesagt "nur den Schimmer" abzuschmiergeln, damit die Farbe, die wir daraufstreichen würden, nicht gleich wieder abblättere.
Entgeistert schaute ich ihn an. ICH? WÄNDE ABSCHMIERGELN MIT SCHMIERGELPAPIER?? ..das Problem dabei ist, dass sich mir alle Haare zu Berge stellen und mir ein kalter Schauer den Rücken hinunterläuft.
Seine Antwort darauf war, dass wir ja Musik hören könnten.
Also begannen wir mühsam, Zentimeter für Zentimeter von der Wand zu kratzen. Nach kurzer Zeit taten uns alle Muskeln und Sehnen in Arm, Rücken und Händen weh und wir begaben uns nach draußen, um eine kleine Pause einzulegen.
Doch so nicht mit Don Rodrigo. Dieser sah uns und rannte gleich zum Direktor, um sich zu beschweren, dass wir nicht arbeiten würden.
Kurze Zeit später wurden wir zu einem Gespräch mit der Cheffin ins Büro gerufen.
Was uns vom Direktor auszurichten war: 
Wir würden nicht gut arbeiten und wir dürften nicht in kurzer Hose kommen und ab jetzt müssen wir uns trennen. Immer einer kratzt alleine die Wände ab.

Nach ein paar Tagen Wand abschmiergeln, sprach ich mit meiner Cheffin, um ihr klar zu machen, dass wir die eine Wand aus Holz nun abgeschmiergelt haben, doch die anderen Wände unmöglich abzuschleifen sind, da diese aus Beton seien.
Sie lief mit uns zur Escuelita, um sich selbst zu vergewissern und stimmte uns dann zu. Die Lösung hieß: Farbe abkratzen mit Spachtel.

Seit zwei Wochen sitzen wir nun jeden Tag stundenlan in der Escuelita und kratzen die Farbe von der Wand. Mit Musik im Ohr spachtelt man vor sich hin, bis wieder ein Fluchen durch die Räume schallt: Einer von uns ist mal wieder abgerutscht und hat sich die Haut am Knöchel abgeschabt.

Corny kratzt... Esther lacht :

Esther am Wandabschrubben:


Da wir aber ja getrennt Wände kratzen müssen, haben die anderen genug Zeit, sich mit unserem geplanten Projekt der Hausverschönerung auseinander zu setzen.
Cornelia und ich hatten im Internet nach billig-herstellbaren und schönen Lampen gesucht und sind tatsächlich fündig geworden: Origami-IQ-Lampen war die Devise.

Pro Lampe braucht man 30 Papierteile. Wir rechneten aus, dass man somit Lampen für umgerechnet gerademal 50 Cent herstellen kann. Super glücklich fingen wir an Teile auszuschneiden. Drei Stunden brauchten wir dafür, herauszufinden, wie man diese Teile ineinander steckt, um die runde Lampe herzustellen. Doch letztendlich kamen wir ans Ziel und hielten stolz eine wunderschöne Lampe in der Hand. 
Nun ging es los mit der "Massenproduktion". Nach dem Schema: Einer kratzt Wand, die andern zwei schneiden Lampenteile aus. / Zwei kratzen Wand, einer schneidet Lampenteile aus. Letztendlich hatten wir 8 schöne Lampen auf unserem Tisch gestapelt.



Mittwochmorgen. Motiviert wie immer, kamen wir drei Freiwilligen ins Pueblito. Unsere Cheffin schaut uns schon mit unheilvoller Miene an und bat um eine kleine "Reunión" (Besprechung). 

Sie erklärt uns, dass der Chef, Don Alex, zu ihr ins Office kam und gefragt habe, was das denn sei, was da auf ihrem Tisch liege.
Sie erzählte ihm, dass wir Freiwilligen die Häuser schöner gestalten wollen und wir deshalb diese Lampen gebastelt haben. 
Daraufhin verzog er das Gesicht und meinte: "Zu gefährlich. Und Materialverschwendung" und verließ das Office.

In mir stieg Wut über so viel Undankbarkeit auf. Wir stecken so viel Zeit und Kraft in unsere Arbeit und Ideen und das Einzige was wir zu hören bekommen, sind Beschwerden über zu kurze Hosen oder zu gefährliche Lampen.

Da ich wusste, dass im Pueblito die Mittel für Material fehlen, hatte ich mich außerdem außerhalb der Arbeitszeit hingesetzt und mit Fotos der Häuser ein Video erstellt, in welchem ich um Spenden für fehlendes Zubehör gebeten habe.

Heute kam ich in die Arbeit: Meine Cheffin wollte nochmals mit uns reden.

Das Video das ich veröffentlichte, würde ein zu schlechtes Licht auf die Institution Pueblito werfen und ich müsse es bitte schnellstmöglich aus dem Internet nehmen.
Eine Organisation (PANI) würde dem Pueblito Geld zukommen lassen und wenn diese das Video sehen würden, würden sie sich fragen, was mit dem Geld denn passiere. Und es würde großen Ärger geben.

Und was passiert mit dem Geld, mit dem man eigentlich den Kindern etwas gutes tun müsste und ihre Häuser schön machen sollte??
Wir haben ein niegelnagelneu gestrichenes Office mit den neuesten Möbeln: Sofas, einer wunderschönen Rezeption, das Büro des Cheffs wunderschön, ein neuer Fernseher im Essensraum...
Denn das ist das, was Pueblito nach außen Präsentiert! Doch "Fremde" dürfen die Häuser der Kinder nicht betreten. Woran liegt das wohl??
Weil sie abgefuckt sind ohne Ende.

So eine Institution braucht einen Direktor, der an die Kinder denkt. Doch der Leiter denkt nur an die Repräsentation nach Außen.
Wie kann man nur vergessen, dass die Kinder und Jugendlichen JAHRE dort verbringen. Jeden Tag sind sie in ihren Häusern, jede Nacht schlafen sie in ihren dunklen und tristen Zimmern. Doch daran denkt eigentlich niemand, auch wenn das immer beteuert wird.

Ich hatte heute eine Diskussion mit Chris, da dieser gemeint hat, ich solle mir das mit dem Direktor nicht so zu Herzen nehmen; dass dieser meine Arbeit nicht schätze. Chris ist auch der Meinung, dass die Hausaufgabenbetreuung wichtiger ist, als unser Projekt.
Doch warum, zahlt man lieber 5 Dollar mehr für eine Nacht in einem Hostel, das einem gefällt als in einer Absteige? Warum möchten Menschen Erfolg im Beruf haben? - Um sich ein schönes Zuhause kaufen zu können. Um sich WOHLFÜHLEN zu können.
Wie kann man nur denken, dass Kinder die "Luxus nicht gewöhnt sind" nicht auch ein schönes zu Hause brauchen? 
Man stellt Psychologen und Sozialarbeiter ein, um die Kinder und Jugendlichen zu therapieren, die versuchen abzuhauen, die andere Kinder nachts verbrügeln, die Depressionen haben. Doch keiner fragt sich, wo das herkommt! WARUM sie sich nicht wohl fühlen!

Mein eigentlicher Plan war es, mit den Jugendlichen drei Werkstätte zu gründen:
Eine Werkstatt für Holz um leichte Regale zusammen zu bauen, Kisten, etc.
Die zweite Werkstatt war gedacht zum Anmalen der Holzgegenstände und zum Bemalen der Wände und malen von Wanddekoration. Außerdem dachte ich, dass wir eine Näh- und Bastelwerkstatt aufmachen, um Sitzkissen und Dekoration herzustellen.

Doch im Moment bin ich sehr unmotiviert überhaupt noch in irgendetwas Energie zu stecken. Ich bin mir eigentlich schon fast sicher, dass Don Alex zu der Holzwerkstatt sagen wird, dass man sich dabei einen Finger absäbeln könne. Das ist natürlich nicht zu verantworten.
Dass wir damit aber Kindern/Jugendlichen Freizeitgestaltung anbieten würden und ihnen gleichzeitig helfen könnten, Zukunftsillusionen (z.Bsp. Herstellung von Holzmöbeln etc.) zu entwickeln, wird er außen vor lassen.

Nächste Woche haben wir ein Gespräch mit dem lieben Direktor Herrn Don Alexander.
Ich bin gespannt...

23April
2013

Zu Besuch bei den Indianern

Ein gewöhnlicher Abend im Hause "Lucre", Cartago, San Rafael.
Teller klirren, Löffel schaben, lautes Lachen schallt durchs Haus - Es ist Abendessenszeit und der großteil der Bewohner ist in der Küche versammelt. Der "Primo" (= Cousin) sitzt auf dem hohen Stuhl am Essenstisch und lässt sich von meiner Gastmama Lucre das Essen servieren. Wir andern sind schon fertig mit dem Abendschmaus.
Alle lachen und scherzen - Die Frage lautet: Wie viele Gockel wird der Primo am Freitag mit nach San Vito nehmen? Je mehr Gockel, desto mehr Frauen, wird er mit nach Cartago nehmen können.

Wenige Tage zuvor hatten meine Gastschwester Glenda, der Primo und ich geplant, zu den Eltern von Glenda zu fahren, um dort das nahgelegene Indianerreservat zu besuchen.

...

Heute ist es soweit. Es ist Freitag, 16.30h. Es stehen drei kleine Rucksäcke im Flur, gepackt mit wenigen Kleidern, um die nächsten eineinhalb Tage, in Limoncito (Miniklitzekleinesminidörfchen bei San Vito) zu verbringen. Die Haustüre klingelt: Hereinspaziert kommt Marco, der Fast-Freund von Glenda. Er schleppt einen riiiieeeeesen Rucksack hinter sich her. Auch er ist bereit für den kleinen Trip.

Nun kann die Fahrt losgehen. Der kleine, rote, viersitz-Suzuki-Pick-Up wartet vor der Haustüre. Wir quetschen unser Gepäck hinten auf die Rücksitze, Marco und Glenda daneben. Primo hinters Steuer, ich auf den Beifahrersitz. Los geht die Fahrt. Wir scherzen, da eine 6 Stunden Pferde-Tour am nächsten Tag geplant ist und weder Marco noch ich jemals zuvor wirklich auf einem Pferd saßen. Doch der Pick-Up bretterte mit seinen stolzen 50 Km/h so durch die Berge, dass wir uns in Punkto "Gemütlichkeit" schon gut auf den Pferderücken am kommenden Tag einstimmen konnten.
Nach da nem Essenspäuschen und da nem Pinkelpäuschen, kommen wir schließlich nach 5 Stunden Fahrt für ca. 230 Km an. Wir biegen von der Teerstraße auf einen schlammig-dreckigen Trampelpfad ab, fahren und schlittern und rumpeln ca. noch 10 Minuten weiter, bis wir schließlich von einem Mann mit Taschenlampe in die "Einfahrt" gelotst werden. Wir steigen aus und uns empfängt ein süßes Mini-Holzhäuschen mit Mama von Glenda (Susana) und Papa von Glenda (Name zu kompliziert, deshalb schon vergessen), die und freudig begrüßen.


Das Häuschen hatte Glendas Papa selbst gebaut: Ein kleines Wohnzimmer mit Mini-Fernseher, Kleine Küche mit Lena (Herd mit Holz und Feuer betrieben), Dusche (Wasserhahn auf Überkopfhöhe), kleinem Klo und zwei Schlafzimmern - eins für die Eltern, eins für Glenda.


...
Samstagmogen. Ich werde wach vom Kleppern in der Küche. Rauchgeruch steigt mir in die Küche: Glendas Mama hat den Ofen-Herd-Was-Auch-Immer angeschmissen.
Kurze Zeit später dürfen wir ein leckeres Frühstück mit frisch aufgebrühtem Kaffee und "Arepas" (Pancakes) genießen.

Cowboy-Hut auf, Pferde fertig gemacht - Los gehts in die Berge!


Marco und ich beäugen zunnächst skeptisch unsere Wegbegleiter. Doch mein Pferdchen, genannt "Mi Amor" zeigt sich schön geduldig von seiner besten Seite und wir verstehen uns prächtig.

Wer "Wir sind":

1. Bild: Glenda und Marco

2. Bild: Glendas Papa

3. Bild: Glenda - Cowgirl

4. Bild: Amigo (Namen vergessen)

5. Bild: Papillo (auch Amigo)

6. Bild: Primo  


Wir reiten durch eine wunderschöne Landschaft, zeitweise durch einen Fluss. Kleiner Zwischenfall: Marcos Pferd hat Hunger und macht keinen Schritt mehr weiter. Doch 5 Minuten später taucht Marco wieder (mit entgeisterter) Miene auf dem Rücken seines Pferdes auf. 


Erstmal Pause: Kleine Stärkung mit selbstgemachtem, süßem Brot und selbstgemachtem Saft aus Sternfrucht.

Dann kann es weitergehen.
Plötzlich halten wir an. Was ist los? Da entdecke ich das kleine Holzhäuschen, das sich Mitten zwischen den Bäumen versteckt. Glendas Papa klopft an und stellt uns vor: Wir lernen das erset Indígena-Häuschen kennen. Die junge, schwangere Frau ist jedoch sehr scheu und hat wenig Lust mit uns zu reden.


Also reiten wir weiter.

Nach wenigen Metern erreichen wir ein anderes Holzhäuschen. Drei Kinder sind auf dem Balkon und beäugen uns neugierig.



Es stellt sich heraus, dass meine Vorstellung von einem Indianerreservat komplett eine Falsche war. Ich hatte gedacht, das ist ein kleines Dorf, bestehend aus Holzhäuschen. Im Zentrum gibt es einen Platz, wo Feste abgehalten werden. Außerdem dachte ich, es gäbe vllt noch ein Medizinhäuschen oder sowas... Doch tatsächlich leben die Indígenas sehr seperat von einander. Jeder hat sein eigenes Häuschen, sein eigenes Stückchen Land. Es gibt fast nicht so etwas wie eine "Community". Vielmehr lebt jeder sein Leben abgeschottet und einsam. Alle Frauen/ Mädchen, die ich sah, waren entweder jünger als 12 Jahre alt, oder schon älter und schwanger. Die Familien haben sehr viele Kinder. Die Eltern von Glenda erzählten uns, dass die Kultur der Indígenas sehr vom Mann beherrscht ist. Es gibt viele Männer, die mehrere Frauen haben. Außerdem gibt es Kämpfe zwischen den Männern - wer gewinnt, bekommt die Frau des anderen.

Wir reiten weiter. Außer Bergen, Bäumen, Fluss nichts zu sehen... doch da plötzlich! taucht ganz unerwartet ein Fußballplatz auf:


Nach weiterem Ritt...

erreichen wir wieder Holzhäuschen. Die Bewohner kennen Glendas Vater. So spielen sie das Instrument (kenn den Namen nicht) für uns und wir tanzen ein wenig.

Außerdem schenken sie uns Alkohol aus (Name vergessen), serviert in überschmutzigen Plastikbechern. Glenda und mich überkommt der Hunger. Im Reiseproviant lässt sich noch etwas Brot finden, doch da tummeln sich auch schon die Kinder um uns: Sie wollen auch von dem Brot. Schade, dass wir nicht dran gedacht hatten, für sie Süßigkeiten mitzubringen.


In der Indígenakultur wird nur das gegessen, was das Land zu bieten hat. Wir sprachen auch mit einem Jungen, der jeden Tag eineinhalb Stunden zur Abendschule hin läuft und eineinhalb Stunden wieder zurück. (Erwähnenswert ist vllt, dass in den Wäldern sowohl Tiger wie auch Pumas zu Hause sind.)

Nach der kleinen Tanzpause und nachdem wir frischen Cacao der Cacao-Pflanze probiert hatten, schwingen wir uns wieder auf unsere Pferdchen und reiten weiter. Kleiner Zwischenstop: Esther muss auf Klo.
Wir fragen bei einem kleinen Indígenahäuschen.

Gastfreundlich stellen sie mir ihr Klo zur Verfügung: Ein kleines abseitsgelegenes Hüttchen aus Holz mit Vorhang davor. Ein Loch im Boden empfängt mich. (Was mich natürlich nicht überrascht)
Ich laufe zurück und sehe, dass sich fast die komplette Indígenafamilie um Marco versammelt hat, der eine Gitarre stimmt.

Danach singt noch ein jugendlicher Indianer für mich das Lied "Esther" und wir machen uns wieder auf den Weg.



Kurze Zeit später fängt es zu regnen an. Wir entscheiden uns dazu, dennoch nach Hause zu reiten, um dort zu duschen und ein frisch gekochtes Essen zu uns zu nehmen. Auf Grund des Regens, warnt mich Glendas Papa davor zu galoppieren.. doch was er nicht weiß: ich galoppiere nur, weil ich das Pferd nicht zum Gehen bewegen kann. Ich nicke und zack! Brause im Galopp nach Hause :D.

Nach leckerem Essen vom Land..

..., Arroz con Leche (Milchreis) und Kaffee genießen wir den restlichen Tag. Glendas Papa und der Primo betrinken sich am Abend noch recht gut, bis wir uns schließlich fertig wies Brot in die Federn fallen lassen. 

...
Sonntagmorgen, ich wache auf. Autsch! Mir tut alles weh! :D
Doch nicht so schlimm, denn das leckere Frühstück, diesmal mit Kaffee, Maistortilla und süßem Tamal, lassen einen die Schmerzen schnell vergessen.

Süßes Tamal ... (Glendas süße Mama)

Das Wochenende war auf jeden Fall eines der schönsten und Interessantesten, die ich hier in Costa Rica erleben durfte! Es ist unvorstellbar, wie unterschiedlich Menschen ihr Leben leben. 

13April
2013

Schuluniform in Costa Rica

So, ich denke, nun ist es mal an der Zeit, über die Schuluniformen in Costa Rica zu berichten.

Jede Schule hat ihre eigene Schuluniform, das heißt zwei Hosen und zwei Oberteile (die gleich aussehen).
Leider muss ich anmerken, dass ich bisher wirklich noch keine einzige schöne Schuluniform gesehen habe.

Die Hosen sind natürlich alle lang, dunkel und komischer Weise aus synthetik. Das heißt die armen Schüler sitzen mit unbequemen Hosen und schwitzend im Unterricht.
Natürlich muss man anmerken, dass Schuluniformen ja auch ihre positive Seite haben, da in so einem Land wie Costa Rica natürlich auch viel soziale Ungleichheit herrscht und somit die unterschiedlichen sozialen Stände nicht an der Kleidung abzulesen sind.

Nicht nur die Schuluniform muss angezogen werden, sondern auch dunkle Socken und Schuhe gehören dazu.
Meine kleine Gastschwester (15 Jahre) hat sich ihre Schuluniformhose zu einer Röhrenjeans genäht.. mit dem Ergebnis, dass sie sofort am nächsten Tag einen "Strafzettel" mit nach Hause bekommen hat, auf welchem drauf stand, dass sie nicht angemessen angezogen war in Bezug auf Hose, und diesen Zettel müssen die Eltern dann unterschreiben.

Ich persönlich bin jedoch der Meinung, dass die Kleidungsordnungen in den Schulen zu weit gehen. Alle (sichtbaren) Piercings sind im Schulgebäude untersagt und worüber ich am meisten geschockt war: Zuerst lernte ich einen Tico-Freund kennen, der einen Afro hatte. So einen richtig schönen Lockenkopf. All die schönen Löckchen musste er fürs College dann abschneiden... und jetzt wieder: Ich habe einen anderen Tico-Freund kennengelernt mit langen Haaren: Abschneiden! 
Es ist Männern verboten lange Haare zu tragen und auch Dreads sind im Schulgebäude untersagt. Da kann sich natürlich jeder seine eigene Meinung drüber bilden, aber ich persönlich bin der Meinung, dass es unter solchen Umständen unmöglich ist, seine Individualität zu entfalten. =(

...und noch eine kleine Geschichte zu den Vorteilen, die natürlich von Seiten der Schüler aus der Kleiderordnung gezogen werden können:
 
Mittagessenszeit im Pueblito, das Personal im Essensraum versammelt.
Es Klopft an dem Tor vor der Rezeption:
Ein Mädchen steht da. "Ich konnte heute nicht zur Schule gehen, meine Hose ist weg. Ich kann sie nicht finden."
Natürlich stellte sich heraus, dass das Mädchen an diesem Tag eine Präsentation in der Schule hatte und ihre Hose versteckte, um nicht in die Schule gehen zu müssen. :D 

08April
2013

4-Wochen-Costa-Rica-Als-Touri-Erleben

Genau am 25. Februar 2013 war es so weit und ich holte morgens meinen Papa und meine liebe Schwester vom Flughafen in Alajuela ab. Es war eine vier Wöchige Backpackers-Reise durch ganz Costa Rica geplant, mit kleinem Abstecher nach Panama. Hier ein zusammengefasstes Update zu unserem wunderschönen und unvergesslichen Urlaub durch die facettenreiche Natur Costa Ricas.

1.Tag:

Abholen der beiden Neuankömmlinge am Flughafen in Alajuela. Rucksäcke wurden ins Auto des Freundes meiner Gastschwester gepackt, dann waren wir bereit, für eine kleine San José-Tour. Zunächst einmal durften die Beiden jedoch das typische Frühstück – Gallo Pinto – genießen. Anschließend ging es durch die hektischen Straßen der hässlichen Hauptstadt. Es wurden gleich noch die Tickets für unser erstes Busreiseziel – Arenal gekauft. Danach ab nach Cartago, zu meiner lieben Gastfamilie.

 2. Tag:

Morgens standen wir früh auf und fuhren auf den nahgelegenen Vulkan Irazú. Der Bus fuhr zwar eineinhalb Stunden später ab, als geplant, aber diaay.. das ist ticotime. Endlich auf dem Vulkan angekommen, empfing uns jedoch eine herrliche, klare Aussicht (nicht selbstverständlich!) und ein sehr merkwürdiges Klima, da es sowohl kalt wie auch warm auf einmal war. So war man ständig dabei, vom T-shirt zum Pullover zum Schal zu wechseln.


Anschließend kamen wir nach Hause, wo uns meine Gastmama schon mit einem Festmahl empfang. Am Nachmittag besuchten wir dann noch mein Projekt, das Pueblito.

 3. Tag:

Heute sollte es los gehen zu unserem ersten ferngelegenen Ziel. Dem Arenalgebiet mit seinem aktiven Vulkan. Nachdem ich in San José noch schnell meinen Reisepass geholt hatte (hatte ich vergessen :D ) schnappten wir uns in größter Eile, das erstbeste Taxi, da wir sehr spät dran waren. Das stellte sich dann netterweise so vor den Bus, dass dieser nicht ohne uns losfahren konnte. Vier Stunden später kamen wir dann in Fortuna an. Abends genossen wir noch ein kühles Bad in einem wilden doch sehr sauberen Fluss, zwischen wilden Bäumen und Lianen. Man hat sich gefühlt wie im Urwald.

 

 4. Tag:

Um 9.30h gingen wir eine Wanderung an zum Vulkan Cerro Chato – Ein Vulkan, dessen Spitze „abgeschnitten“ ist und sich eine blaue Lagune gebildet hat. Erwartung der Wanderung: 3 Km. Tatsächliche Distanz: Bis heute ein Rätsel.
Nach den drei Kilometern kamen wir nicht an der Spitze des Vulkans an, sondern am Nationalparkeingang. Nach vielen Höhenmetern und einer schließlich 5 stündigen Wanderung erreichten wir die „blaue Lagune“, von der man leider NICHTS sah. Es empfing uns eine dicke Nebelsuppe. Dennoch wurden wir belohnt für den anstrengenden Aufstieg: Ein Nasenbär huschte um uns herum und suchte nach Nahrung. Nach weiteren 2 Stunden abstieg, erreichten wir schließlich unser Hostel. 10 Minuten später stand jedoch schon „Ausflug zu den heißen Quellen“ auf dem Programm. Somit konnten wir unsere geschändeten Füße bei einem ca. 35 Grad heißen Bad in einem Fluss auskurrieren.

 5. Tag:

Mit der sogenannten „Jeep-Boat-Jeep“-Tour fuhren wir zunächst an den Arenalsee, den wir in einem Boot überquerten. Dort holte uns ein Jeep ab und brachte uns zu unserem nächsten Ziel: Monteverde.

 6. Tag:

Johyo und ich wollten uns die stark angepriesene Canopy-Tour nicht entgehen lassen. Morgens ging es los in den Wald. Hier waren Stahlseile zwischen den Bäumen gespannt. In einem Klettergurt fuhren wir zunächst sitzend von Baumplattform zu Baumplattform, danach machten wir den „Superman“, das heißt wir hingen wie so Käfer am Rücken aufgehängt an den Seilen und schwangen mit dem Bauch und Blick nach unten durch den Regenwald. Als letztes Highlight, erwartete uns der Tarzan-Sprung. Den ließ Johyo sich jedoch leider auf Grund ihrer Sprungangst entgehen. Ich war mir auch nicht sicher, ob ich mich traue, doch da ich ja immer alles ausprobiert haben muss, entschloss ich mich aus den 40 Metern Höhe im freien Fall hinabzustürzen. Federleicht wurde ich von zwei Gummiseilen aufgefangen und Schwang wie Tarzan zu Boden. Das BESTE der ganzen Tour!

Am Mittag schauten wir uns noch eine Art-Gallery an und gingen abends noch auf ein Konzert, das jedoch leider Jazz war.. Musik mit der ich absolut nichts anfangen kann. Deshalb gingen Johyo und ich bereits nach 15 Minuten wieder.

 7. Tag:

Heute stand die vier stündige Monteverde-Café-Tour auf dem Programm: Geführt von einem gebildeten sehr sympathischen Mann. Wir erfuhren alles von der Pflanze, zu den Früchten, über das Pflücken, Rösten und Kosten des Kaffees. Sehr gelungen!

Anschließend gingen wir noch in das (sehr artenreiche!) Monteverde-Reservat: Ein Nebelwald. Dennoch sahen wir kein einziges Tier!
 

 8. Tag:

Fahrt über Liberia zum Playa de Coco. Anschließend abkühlendes Bad im Meer.

 9. Tag:

Bei knallender Mittagssonne machten wir uns mal wieder auf eine Wanderung. Diesmal über einen Berg.. mal etwas ganz neues (Ironie!) :D. Nach 2 stündiger Wanderung erreichten wir zwei Paradiesbuchten, die sich zwischen Playa Hermosa und Playa de Coco verstecken.

 10. Tag:

Mit dem Bus fuhren wir nach Puntarenas, um nach Monteverde zu gelangen. Doch PECH: Auf Grund eines unbändigen Eishungers und dem Misstrauen gegenüber eines Taxifahrers, der uns „nur sein Taxi zur Fähre auf drehen wollte“ verpassten wir die Fähre um 17.00h. Die zwei Kilometer Fußmarsch mit schweren Rucksäcken hätten wir wohl doch lieber mit dem Taxi machen sollen. So winkten wir unserer Fähre hinterher und mussten auf die Nächste warten, die leider erst um 20.30h kam. Somit buchten wir eine Nacht in Paqueras, da wir so spät nicht mehr nach Montezuma gelangten.

 11.Tag:

Fahrt nach Montezuma. Wunderschöner, ruhiger und abgelegener Ort: Strand, Meer, Palmen.

 12. Tag:

Chilliger Tag in Montezuma mit Strandspaziergang

 13. Tag:

Fahrt nach Manuel Antonio: Doch blöd! Es war Wochenende und wir hatten noch kein Hotel gebucht! Schnell rief ich von der Fähre Erick, einen Freund, an, der dort arbeitet. Leider seine Info: Alle bezahlbaren Hostels voll! Doch er organisierte uns ein Zimmerchen in einem Privathaus eines Freundes – später stellte sich heraus, dass er diesen erst seit einem Tag kannte. Mit was wir nicht rechneten. Weder Bettbezüge noch Handtücher standen uns zur Verfügung. Doch alles nicht so schlimm. Mit was wir jedoch wirklich noch weniger rechneten: In der Nacht, stellte der Vermieter seine Klimaanlage an, die das komplette Haus auf ca. Null Grad Frost herabkühlte. Somit packten wir nachts alle warmen Fließpullis aus, die wir besaßen um nicht zu erfrieren. Am nächsten Morgen stand der gute Vermieter dann auf und riss erst mal alle Fenster und Türen auf, um wieder warme Luft hinein zu lassen.

 14. Tag:

Besuch im Nationalpark Manuel Antonio: Wir sahen Affen, ein Faultier und ein Leguan.

 15. Tag:

Fahrt nach Uvita: Wunderschöne Wanderung zu einem Wasserfall, den wir jedoch leider nicht sahen, da es anfing zu Dämmern, bevor wir ihn erreichten. Wunderschöner Wald mit lauten Tiergeräuschen. Unbeschreibbar!
 

 16. Tag:

Besuch im Meeresnationalpark von Uvita. Ein Strand mit der Form einer Walfischflosse. Wunderschöne Sicht auf nahgelegene Berge, ruhiges Meer zum Baden. Anschließend fuhren wir nach Matapalo. Leider empfing uns eher weniger schönes Wetter und Flut, was die Schönheit des Strandes stark minderte. Blöderweise kam der Bus um 19.30h (der uns angekündigt war) niemals und wir stiegen in das Auto eines Mannes, vollgepumpt mit Drogen, was wir nach 2 Minuten in dem Auto, das zu explodieren drohte, herausfanden. Schwitzend und betend heil anzukommen, litten wir 40 Minuten in dem Auto, das nach Benzin stank, dass man fast eine Atemvergiftung erlitt und das in Schlangenlinien, zum Teil auf der Gegenfahrbahn, fuhr. Dieser „Taxi-Spaß“ kostete uns auch noch 40 Dollar. :D

 17. Tag:

Fahrt nach Puerto Viejo (Karibikküste). Morgens sind wir um 5.00h an der Bushaltestelle in Uvita gestanden, abends um 19.30h kamen wir in Puerto Viejo an.

18. Tag:

Gediegener Tag mit kleiner Shoppingtour durch Puerto Viejo.

 19. Tag:

Spaziergang und abends haben wir uns noch mit einem Tico-Freund von mir getroffen, der zufälligerweise am gleichen Wochenende in Puerto Viejo war. Abends aßen wir das erste mal die typischen Rice and Beans, zubereitet mit Kokosmilch. Anschließend gingen wir noch in eine Bar, in welcher eine bunte Feuershow von jungen Akrobaten stattfand.

 20.Tag:

Fahrt nach Panama

 

Letzte Woche:

Die letzte Woche verbrachten wir noch auf den Inseln „Bocas del Toro“ in Panama. Hier genossen wir wieder schöne Strände.

An einem Tag machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu einem weiter gelegenen Strand, genannt Playa Bluff. Mit zu wenig Wasser im Gepäck und nichts zu essen, kamen wir mehr tot als lebendig am Strand an. Es empfingen uns meterhohe Wellen. Baden? – Unmöglich! Restaurant? – Zu! .. also stapften wir wieder zurück, in der Hoffnung ein Taxi zu finden. Und siehe da! Da stand doch eines. Sofort, ohne genauer zu checken, fragten wir, ob der Taxifahrer uns nach Bocas Town bingen könne. „Sí, claro!“ war seine Antwort. Mein Vater quetschte sich mit zwei bekifften Schwarzen auf die Rückbank, während Johyo sich mir auf dem Beifahrersitz auf den Schoß setzte. Doch los ging die Fahrt noch lange nicht. Der Fahrer fingerte an irgend so einer Pringles-Chips-Packung herum. Neugierig beäugte ich sein Tun. Ahhh.. jetzt verstand ich. Mit größter Sorgfalt, verstaute er ein Tütchen mit weißem Pulver ganz unten in der Pringles-Packung, obendrauf sortierte er dann das Mariuhanna und schließlich suchte er den verschollenen Deckel der Büchse. Der Schwarze auf dem Rücksitz sammelte diesen unter einem Sitz auf und gab ihn dem Fahrer nach vorne. So, nun konnte es fast losgehen. Die Pringles-Dose wurde nun unter den Lautsprechern zwischen Fahrer- und Beifahrersitz verstaut, dann fischte er noch nen Joint unter seiner Fußmatte vor, drehte laute Reggae-Musik auf, zündete seinen Joint an, gab Gas und sagte zu uns: „Welcome in my Paradise, Bocas del Toro!“ . Nach lustiger Fahrt erreichten wir schließlich die Stadt. Ein Schwarzer wieß den telefonierenden Taxifahrer darauf hin, dass da die Straßenpolizei stand. Daraufhin brüllte er „SUAVE“ in sein Handy, ließ dieses fallen, zog noch so halb den Gurt über seinen dicken Bauch und schlug die nächstbeste Straße ein.

Außerdem gönnten wir uns eine „Under-Sea-Tour“. Wir fuhren mit einem Boot hinaus aufs Meer und sahen Delfine und Faultiere auf einer Insel. Weiter ging es zu DER Paradies-Insel mit weißem Sand. Wunderschön! Außerdem das Highlight des Tages:
Es wurde ein Baumstamm aus dem Wald der Insel gesammelt. Dieser quer übers Boot gelegt. Daran wurden 4 Seile befestigt mit einem „Armbrett“. Anschließend wurden wir mit Schnorchelausrüstung ausgestattet, hielten uns am Armbrett fest und durften die Unterwasserwelt, von einem Boot gezogen, genießen. Ein super Erlebnis!
 

Auch der Playa de las estrellas, ist ein schöner Strand auf der Inselgruppe. Bei türkisblauem Wasser, das so klar war, dass man die Seesterne von oben sehen konnte, genossen wir einen weiteren schönen Tag.
 

Und schließlich war es am 22. März wieder so weit und wir mussten die Rückreise antreten. So fuhren wir zurück nach Cartago, wo wir am Tag darauf noch die berühmte Basilica von Cartago anschauten und in neu gebaute Einkaufszentrum besuchten. Am 24. Fuhren wir wieder nach Alajuela, wo Johyo und Papa die letzte Nacht verbrachten, um schließlich am darauffolgenden Tag, wieder in das kalte Deutschland zurückzufliegen.

08Februar
2013

WAS SCHON HALBZEIT??? Der Sechs-Monats-Bericht

Esther Laura Kratzer
Costa Rica - Weltwärts - 2012/2013
Projekt: Pueblito Paraíso
Stadt: Paraíso (Cartago)
6-Monatsbericht

So, nun steht tatsächlich schon der Halbjahres-Bericht an und mir wird mal wieder so richtig Bewusst, dass das nun schon die Hälfte meines Traumes, meiner Auslandserfahrung, gewesen sein soll. Eines ganz zu Beginn: Die Zeit hier vergeht wie im Flug und ich kann es nicht fassen, in einem halben Jahr schon wieder in einem Flieger in Richtung Deutschland sitzen zu müssen.

Die Einarbeitung in mein Projekt lief sehr gut, was ich bereits in meinem ersten Bericht erwähnte. Auch über die Zusammenarbeit mit dem Personal des Pueblitos kann ich mich nach wie vor nicht beklagen und wir erhalten Anerkennung, Wertschätzung und (wenn nötig) auch Unterstützung der Mitarbeiter. Was sich seit dem letzten Bericht jedoch geändert hat, ist, dass wir nun eine neue „Chefin“ (eigentlich eher Ansprechpartnerin) bekommen haben. Sie ist selbst noch sehr jung, jedoch sehr motiviert und steht uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Mit einem festen Wochenplan werden Aktivitäten nun auch frühzeitiger geplant, was die Ausführung erleichtert. Im Großen und Ganzen, bin ich der Meinung, dass unsere Arbeit wichtig für die „außerschulische“ und „schulische“ Bildung, sowie zur Persönlichkeitsbildung beiträgt. Das Projekt würde natürlich auch ohne unsere Arbeit „bestehen können“, doch ich würde behaupten, dass wir den Alltag der Kinder lustiger und schöner gestalten und auch in schwierigen Situationen den Kindern zur Seite stehen. Da wir die einzigen Mitarbeiter in der Institution „Pueblito“ sind, die englisch sprechen, haben wir auch angefangen, einzelnen Kindern mit Problemen im Fach Englisch, Nachhilfe zu geben. Den Erfolg sahen wir dann in dem Test, der gemacht werden musste, um das Jahr zu bestehen. Alle unsere Nachhilfeschüler bestanden!

Nach einem halben Jahr in meinem Projekt, meine ich behaupten zu können, eine feste Rolle in der Institution eingenommen zu haben. Unser Alltag besteht nicht nur aus den Aktivitäten für die Kinder und Nachhilfe bei schulischen Schwierigkeiten, sondern wir werden auch oft von den Mitarbeitern um Unterstützung in verschiedenen Dingen gebeten und nehmen diesen Arbeit ab.
Als es um die Planung meiner Ferien ging, freute mich ein Satz meiner Chefin ganz besonders:
„Ohje… die Zeit ohne euch wird hart. Ihr werdet mir sehr fehlen.“ Ich denke, das drückt unsere Rolle im Pueblito recht gut aus.

Ich habe mir recht hohe Ziele für das kommende Halbjahr gesetzt. Nach über zwei Monaten Ferien beginnen die Kinder nun wieder zur Schule zu gehen. Mein Ziel ist es, den Kindern in Workshops, Vorträgen und spielerisch klar zu machen, wie wichtig es ist, in die Schule zu gehen und erfolgreich zu sein. Wir kamen auf die Idee, nachdem ein Nachhilfeschüler auf die Frage, weshalb sein Arbeitsbuch in Englisch komplett leer war, antwortete: „Ich konnte die Hausaufgaben nie machen, weil ich sie nicht verstand und mir hier auch niemand weiter helfen konnte.“
Für die Zukunft hoffen wir, eine Hausaufgabenbetreuung anbieten zu können. Außerdem möchten wir Englischunterricht für die sogenannten „Nadas“ (Jugendliche, die gar nicht zur Schule gehen) und weiterhin Nachhilfestunden geben. Und ich gebe die Hoffnung nicht auf, endlich mit meinem Volleyball-Unterricht zu beginnen. (Was ebenfalls ein sehr guter Ausgleich zum Lernen ist.)

Was meine Gastfamilie betrifft, so fühlte ich mich die letzten zwei Monate sehr wohl. Dennoch scheint das Thema „Gastfamilie“ niemals ein Ende nehmen zu wollen. Die erste Gastfamilie, aus der ich geflüchtet bin, die zweite „Übergangsgastfamilie“ und nun entschied sich meine dritte (super liebe) Gastfamilie von einem Tag auf den Anderen, nach San José zu ziehen. Das ist der Grund, weshalb ich nun heute noch meine Koffer packen werde und morgen in wieder eine andere Gastfamilie ziehen werde.  Was wieder ein „Neubeginn“ bedeutet. Ich hoffe sehr, dass das nun die letzte Gastfamilie bleiben wird, ich mich wohl fühlen werde und endlich einmal Ruhe einkehren wird.

Seit einiger Zeit hat sich hier auch schon so etwas wie Alltag eingespielt. Neben dem Arbeiten her, verbringe ich meine Zeit mit Sport machen im Fitness-Studio, Gitarre spielen, Philosophie-Stunden bei Nueva Acropolis oder einfach mit Freunden mal einen Film schauen. Durch das Fitness-Studio und die Mitgliedschaft bei Nueva Acropolis Cartago habe ich bereits einige Einheimische kennen gelernt und meine festen Freunde gefunden. Am Wochenende gehe ich meistens auf Wochenend-Touren um das Land kennen zu lernen.

Die größte Herausforderung hier in Costa Rica ist, mit all den kleinen Problemchen in dem Land, dessen Motto „Pura Vida“ ist, umgehen zu lernen. Hier ist viel Geduld gefragt. Somit beschränkten sich meine Herausforderungen und Probleme so ziemlich auf meine Wohnsituation und mein Visum. Bereits nach weniger Zeit zeigten sich Probleme in der ersten Gastfamilie auf, worauf ich meine Organisation darüber informierte. Bereits nach ca. eineinhalb Monaten zeichnete sich deutlich ab, dass es wohl keine andere Alternative als einen Familienwechsel geben werde. Das Versprechen, die Familie wechseln zu können, blieb jedoch für weitere Wochen lediglich ein versprechen. Geduldig wartete ich ab, doch es blieb alles unverändert. Nach einem sehr unangenehmen Vorfall, beschloss ich schließlich Eigeninitiative zu ergreifen und „flüchtete“ auf eigene Faust. Ich blieb weiterhin ohne Unterstützung der Organisation, da diese noch „Zeit“ brauchte, um eine Lösung zu finden. Somit suchte ich mir selbst eine „Übergangslösung“ und organisierte mir ein Bett für die nächsten Tage. Diese „Lösung“ sollte jedoch nur für ein paar Tage so bestehen. Nachdem ich schließlich nach drei Wochen begann, meinen Unmut zum Ausdruck zu bringen, da ich im Zimmer und im Bett meiner „Übergangsgastschwester“ hauste und diese netterweise in das Doppelbett ihres Vaters auswich, bekam ich schließlich endlich nach einem Monat den erlösenden Anruf, in eine neue Familie wechseln zu können. In dieser fühlte ich mich sehr wohl. Doch wie bereits erwähnt, werde ich morgen wieder umziehen müssen.
Eine weitere Geduldsprobe erweist der Visums-Prozess. Ich bin nun schon fast seit 6 Monaten im Land und habe bereits immer noch kein Visum. Wäre ja alles kein Problem, wenn ich dafür nicht fast aus dem Land verwiesen worden wäre. Aus diesen Problemchen mit der Arbeitseinstellung der Ticos, lernte ich jedoch sehr viel: Eigeninitiative ergreifen und seinen Willen durchsetzen. Nachdem ich nun öfters meinen Unmut losgeworden bin und nicht gerade leichte Situationen gemeistert habe, fühle ich mich selbstständiger und habe das Gefühl, etwas bewegen zu können. Auf meine Beschwerde hin, wurde der Visums-Prozess nun endlich richtig in Gang gesetzt und wir können auf eine baldige Lösung hoffen.

Meine Wahrnehmung bezüglich meines Gastlandes hat sich seit meinem drei-Monats-Bericht nicht groß geändert. Man lernt immer Menschen kennen, die entweder privilegiert sind und ein angenehmes Leben führen, oder aber die andere Seite, die Menschen, die tagelang schuften, um ihren Lebensunterhalt bezahlen zu können.

24Dezember
2012

Nueva Acroplolis – 2. Aktion: Weihnachtsgeschenke für arme Kinder in Limón

Bereits lange vor dem 17. Dezember, an welchem eine Fahrt nach Limón geplant war, begann Nueva Acropolis Freiwillige zu suchen, die bereit dazu waren, Geschenke für arme Kinder zu kaufen. Jedes Jahr fährt die Organisation nach Limón um ein Fest für Kinder zu veranstalten und Weihnachtsgeschenke zu überreichen. Auch diese Kinder sind sehr arm, viele Eltern sind Prostituierte, im Gefängnis, haben Drogenprobleme oder andere soziale Probleme sind der Grund für Armut.

Dieses Jahr durften 120 Kinder bei dem Fest von Nueva Acropolis teilnehmen. Meine Schwester, Johanna, und ich hatten auch jeweils ein Kind zugeteilt bekommen, für das wir ein Geschenklein kauften.

Ich bekam die Information, dass ich am Sonntag, dem 17. Dezember (Tag des Weihnachtsfestes in Limón) doch bitte um 5.30h morgens bei Nueva Acropolis sein solle. Um 6.00h würde der Bus fahren. Alles klar, ich stand morgens um 4.30h auf, richtete mich und machte mich auf den Weg. Mal wieder die Deutsche in mir, stand ich pünktlich um 5.30h vor einer verschlossenen Türe. Es war kein Mensch in Sicht. Verunsichert checkte ich nochmal die Uhr. Zeit stimmt. Dann schrieb ich eine sms an Christopher. Er wartete schon verzweifelt seit einer halben Stunde auf einen Bus, der nicht kam. Um 10 vor 6.00h trafen schließlich die ersten Ticos ein. Begeistert bemerkten sie, dass ich ja so schön pünktlich sei. -.-

Wir betraten das Acropolis-Gebäude vollgestopft mit Geschenken,

die schließlich auf dem Dach eines Busses verstaut wurden. Christopher wartete immer noch vergeblich auf einen Bus. Der Leiter von Nueva Acropolis meinte, Chris solle doch nach Paraíso laufen (Laufzeit ca. 30 Minuten) und wir würden ihn dort dann um 6.20h abholen. Um 6.20h machte der Bus jedoch immer noch keine Anstalten sich vom Ort zu bewegen und schließlich trafen wir um 8.00h(!) in Paraíso ein, wo ein schlecht gelaunter Chris auf uns wartete.

Nach zwei Stunden Busfahrt kamen wir in dem Dörfchen an, in welchem in einem großen Saal alle 120 Kinder und ein paar Eltern auf uns warteten. Alle mussten den Saal verlassen und wir stellten uns in zwei Reihen, einen Gang bildend, durch welchen schließlich die Kinder liefen und wir sie beklatschten.

Anschließend unterhielten wir die Kinder ein wenig mit Spielen,

 

bis es schließlich Essen und Trinken für jeden gab.

Während die Kinder aßen, durfte ich mit der Mutter einer Frau, die auch Mitglied bei Acropolis ist, mit zu ihr nach Hause. Sie wohnt ebenfalls in dem Dorf und hat ein riesen Grundstück mit Geflügel in allen möglichen Farben und Größen.

Wieder zurück im Saal, begann die Geschenk-Übergabe.

Jedes Kind wurde einzeln aufgerufen und es durfte sein Geschenk entgegen nehmen. Glücklich verließen sie schließlich mit einem Spielzeug mehr, einem Apfel und vielen Süßigkeiten das Gebäude.

 

Anschließend fuhren wir Acropolis-Mitglieder noch in ein Hotel, in welchem wir zu Mittag aßen und uns in einem Schwimmbad vergnügten. Was ein gelungener Tag!

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